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Bank Austria Kunstpreis 2011<br/>

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Liebe Leserin, lieber Leser! as mich prägt, ist die Sehnsucht", sagt Dr. Irene Suchy, Gewinnerin des Bank Austria Kunstpreises 2011 in der Kategorie Kulturjournalismus, über ihre Arbeit, ihr Leben. "Sie macht uns größer, sie spannt uns weit. Sie treibt uns an." Und vielleicht ist es diese Sehnsucht, die alle Preisträger antreibt: Die Sehnsucht, etwas ganz Besonderes, etwas ganz Innovatives, etwas ganz Außergewöhnliches zu schaffen, bunte Farbtupfer in der heimischen Kunstszene zu setzen: Während beim literarischen Sprachfestival Hall in Tirol "Worte über Berge schweben", versteht sich der Kunstraum Lakeside in Klagenfurt als Ort der Produktion und Präsentation zeitgenössischer Kunst, der zum kritischen Diskurs über Fragen der Zeit anregen möchte. Ein äußerst klangvolles und tonangebendes Projekt präsentiert der Musikverlag Doblinger, der als einer der letzten eigenständigen Notenverlage seit 135 Jahren junge heimische Komponistinnen und Komponisten sowie deren Internationalisierung fördert. Rund um den "schönen Ton" arbeitet auch Irene Suchy, Ö1-Präsentatorin und Dramaturgin von Sendungen wie "Pasticcio", "Hörbilder" oder "Tonspuren". Last, but not least, werden mit der Artistin-Residence-Initiative BLACK SEA CALLING Österreich und neun Länder des Schwarzmeer-Raumes aufs "Kunstvollste" miteinander verwoben. Eines zeigen die oben genannten Preisträgerinnen und Preisträger des Bank Austria Kunstpreises 2011 jedenfalls auf eindrucksvolle Weise: Wie vielfältig, kreativ und nuancenreich die österreichische Kulturszene ist! In diesem Sinne: Seh'n Sie sich das an! Sehnsüchtig. Vielleicht? Michaela Knirsch-Wagner Inhalt 4 Ohne Geld ka musi Ein Interview mit Willibald Cernko, Vorstandsvorsitzender der Bank Austria, und mit Thomas Angyan, Intendant der Gesellschaft der Musikfreunde Wien. 6 Bank austrIa kunstpreIs 2011 Die Preisträgerinnen und Preisträger in den Sparten Regional, International, Kunstvermittlung und Kulturjournalismus. 20 alte sieger auf neuen Wegen Die Gewinnerinnen und Gewinner des Bank Austria Kunstpreises 2010 - damals und heute. Ein Lokalaugenschein. 22 Bilder-reich Bank Austria Kunstsammlung und Bank Austria Kunstforum. 24 Gleichklang auf höchstem niveau Die Premiumpartnerschaften der Bank Austria: Musikverein, Bank Austria Kunstforum, Albertina, Theater in der Josefstadt, NESTROY. 26 Die Zukunft der kunst beginnt jetzt! Die Bank Austria fördert junge Talente und begleitet sie auf ihrem Weg. Impressum: Herausgeber und Medieninhaber: UniCredit Bank Austria AG, Schottengasse 6 - 8, 1010 Wien. Redaktion: Identity & Communications/Corporate Culture, CR Michaela Knirsch-Wagner, Christian Kontny, Katja Erlach, Katja Borlein. Produktion: Lilo Stranz. Grafische Gestaltung: Markus K. Bogacs. Hersteller: Leykam Druck GmbH & Co KG, Bickfordstraße 21,7201 Neudörfl. Gedruckt auf umweltschonend chlorfrei gebleichtem Papier. Haftungsausschluss: Trotz sorgfältiger Recherche und der Verwendung verlässlicher Quellen kann keine Verantwortung für die Vollständigkeit, Richtigkeit oder Genauigkeit des Inhalts übernommen werden. Diese Publikation ist kein Angebot oder Aufforderung zu einem Angebot. Alle Preise vorbehaltlich Druck- und Satzfehler. Februar 2012 | Bank exklusiv plus

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Interview © Brigitte Gradwohl Dr. thomas angyan und Willibald Cernko (v.l.) INTERVIEW. Über den Musikverein als Kontrabass, das 200-Jahr-Jubiläum des Vereins der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, über Sponsoring und ihre gemeinsame Partnerschaft sprechen Dr. Thomas Angyan, seit 1988 Intendant der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, und Willibald Cernko, Vorstandsvorsitzender der Bank Austria. "Bank exklusiv": Was verbindet die Bank Austria mit der Gesellschaft der Musikfreunde? Willibald Cernko: Wir haben bereits durch unsere Vorgängerinstitute eine lange gemeinsame Geschichte mit dem Musikverein. Als Teil der UniCredit gehören wir zu den ganz Großen in der europäischen Finanzszene - und so, wie wir im Sport mit dem Sponsoring der UEFA Champions League in der Königsklasse spielen, tun wir es auch im Rahmen unseres Kultursponsorings mit dem Musikverein, einer Kulturinstitution von Weltrang. thomas angyan: Neben Konzerten können wir als Premiumpartner der Bank Austria den Kundinnen und Kunden der Bank noch viel mehr bieten: Einführungsgespräche zur Musik zum Beispiel. Oder einen Einblick in das Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde, das, unter vielem anderen, Originalhandschriften von Mozart, Beethoven, Schubert, Brahms und Mahler beherbergt. Auch Führungen im Backstagebereich sind sehr interessant, denn kaum jemand weiß, wie die Künstlerzimmer aussehen, oder kennt das Geheimnis der Akustik unseres Saals. Worin besteht dieses Geheimnis? thomas angyan: Die "magische" Verbindung von Klang und Raum kommt dadurch zustande, dass die Holzdecke nicht einfach auf den Wänden aufliegt, sondern abgehängt ist, wodurch der Klang vorteilhaft fließen kann. Zudem bietet ein Hohlraum unter dem hölzernen Boden des Großen Bank exklusiv plus | Februar 2012

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Saals einen resonierenden Untergrund. Der Musikverein ist also wie ein Kontrabass gebaut - und daher nicht zuletzt wegen seiner daraus resultierenden beeindruckenden Akustik einer der berühmtesten Konzertsäle. Willibald Cernko: Diese Premiumpartnerschaft bedeutet für uns eine intensivere Zusammenarbeit, die unsere Kundinnen und Kunden zu spüren bekommen, die etwa als Gäste im Musikverein Konzerte genießen können. Zudem wird ein umfangreiches Programmangebot für Kinder und Jugendliche ermöglicht. Und mit dem Gefühl, das beim Hören von Musik mitschwingt, schlagen wir auch eine emotionale Brücke. "Ohne Geld ka Musi", sagt der Volksmund. Heißt das, wer Geld hat, schafft an - was bedeutet das für das Kultursponsoring? Willibald Cernko: Es bedeutet für die Bank Austria in keinem Fall, Einfluss auf das Programm zu nehmen - das wäre ein vollkommen verfehltes Verständnis von Sponsoring. Wir folgen sicher nicht dem Ansatz: Ich gebe diesen oder jenen Betrag her - und dafür möchte ich auch dieses oder jenes zurückbekommen. Über die Musik kommen schließlich auch andere Werte wieder zurück. Denken Sie, dass die Zukunft von Kulturprojekten zunehmend in privatwirtschaftlicher Hand liegen wird? thomas angyan: Ja, wir sind als völlig private Institution hierfür ein Beispiel. Vom Staat und der Stadt bekommen wir nur 4 Prozent unserer Mittel. Was uns davongaloppiert, sind die Kosten für die internationalen Orchester, die bei uns gastieren. Diese sind auch mit den teuersten Eintrittskarten nicht zu finanzieren, da unterstützen uns die Sponsoren. Willibald Cernko: Es gibt einen gewissen Reflex: Wann immer es einem Kulturmanagement gelingt, Sponsoren anzusprechen, zieht die Öffentliche Hand sich schlagartig zurück. Ich vertrete mit vollkommener Überzeugung die Meinung: Diejenigen, die es schaffen, mit ihren Programmen private Förderer zu finden, sollten eigentlich zu allererst die Hilfe der Öffentlichen Hand bekommen, damit man sieht: Es lohnt sich, sich um private Sponsoren zu bemühen. Das Gegenteil ist der Fall: Derjenige, der sich bemüht, wird bestraft. Darunter leiden Qualität wie auch Motivation. thomas angyan: Unsere vier neuen Säle, die wir - auch unterstützt von der Bank Austria - gebaut haben, sind zu zwei Dritteln durch private Gelder finanziert worden. Unsere Orgel, die 2011 eingeweiht wurde, haben wir - nach einem ersten erfolglosen Versuch mit der Öffentlichen Hand - zu 100 Prozent aus privaten Geldern finanziert. Last but not least: Die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien feiert heuer ihr 200Jahr-Jubiläum - was haben Sie geplant? thomas angyan: Sehr viel. Kürzlich ist im Styria Verlag das Buch "200 Jahre Gesellschaft der Musikfreunde in Wien" erschienen und es gibt eine Fünf-Euro-Jubiläumsmünze. Zudem finden ein Symposium zum Thema: "Uraufführungen im Musikverein" sowie eine große Ausstellung statt. Vor allem präsentieren wir einen Jubiläumszyklus mit Top-Orchestern und Star-Dirigenten wie Zubin Mehta, Nikolaus Harnoncourt, Riccardo Muti und Daniel Barenboim, wobei die Programme einen speziellen Bezug zum Musikverein haben. Gemeinsam mit der Bank Austria widmen wir jedes Jahr mit der "Carte blanche" einem Künstler eine eigene Konzertserie. In der Saison 2011/2012 ist es Daniel Barenboim, in der darauf folgenden wird es Mariss Jansons, der Dirigent des heurigen Neujahrskonzertes, sein. n Kulturförderung auf drei starken Säulen Willibald Cernko über das kultursponsoring der Bank austria Die Bank Austria setzt als der bekannteste und erfolgreichste Kulturförderer im österreichischen Bankensektor auf drei starke Säulen, mit denen Bewährtes erhalten wird und neue Impulse gesetzt werden: Wesentliche Elemente unseres Sponsorings sind die Förderung aufstrebender Nachwuchskünstlerinnen und -künstler, Premiumpartnerschaften mit führenden Vertretern der österreichischen Kulturszene - wie dem Musikverein, dem Bank Austria Kunstforum, der Albertina, dem Theater in der Josefstadt und dem Theaterpreis NESTROY - sowie Projekte, die Kunst und soziales Engagement verbinden und durch Kunstvermittlung Barrieren abbauen wie die "Brunnenpassage" in Wien Ottakring. Unsere jüngste Initiative ist der Bank Austria Kunstpreis, der 2010 ins Leben gerufen wurde und jährlich in den vier Kategorien Regional, International, Kunstvermittlung und Kulturjournalismus vergeben wird. Er ist mit 218.000 Euro der höchst dotierte Förderpreis Österreichs und trägt der Vielfalt und der Qualität der Kulturszene in ganz Österreich Rechnung - wie die folgenden Seiten eindrucksvoll unter Beweis stellen. Februar 2012 | Bank exklusiv plus

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Bank Austria Kunstpreis 2011

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Bank austrIa kunstpreIs - reGIOnaL Wo Worte über Berge schweben TIROL. Maketa Groves, Underground-Lyrikerin aus San Francisco, trifft auf den renommierten Tiroler Erzähler Norbert Gstrein, der Russe Michail Schischkin auf die beiden Schweizer Plakatkünstler OHNE ROLF. Im Sprachreigen begegnen einander Alt und Jung, heimische Literaturfans begeisterten ausländischen Gästen. Und das mittelalterliche Flair der Salzstadt Hall in Tirol verschmilzt mit dem modernen Ambiente des Parkhotels zu einer reizvollen Kulisse: zur Kulisse für "Sprachsalz", eines der mittlerweile renommiertesten Literaturevents im deutschsprachigen Raum, das heuer mit dem Bank Austria Kunstpreis - Regional ausgezeichnet worden ist. nter dem Motto "hautnah ohrnah augenscheinlich" wurde das Literaturfestival "Sprachsalz" 2003 in Hall in Tirol gegründet, um internationale Literatur von hoher Qualität einer breiten Zuhörerschaft nahezubringen. Heinz D. Heisl, Obmann des Vereins "Sprachsalz" und Autor, gehört mit seiner Frau Magdalena Kauz sowie Elias Schneitter, Max Hafele und Urs Heinz Aerni zu den ehrenamtlichen Organisatoren: "Um allen Interessierten ohne Hemmschwelle den Zugang zu neuen Lesewelten zu ermöglichen, ist bei ,Sprachsalz' seit Anbeginn der Eintritt gratis. Wir möchten mit diesem dreitägigen Festival, das für die Region Hall in Tirol mittlerweile zu einem Fixpunkt im Kulturjahr geworden ist, allen Leseinteressierten Zugang zur Literatur und den Autorinnen und Autoren eine Bühne für ihre Werke bieten. " 3.200 Besucherinnen und Besucher werden teil einer Literaturfamilie Ein Konzept, das sich als höchst erfolgreich erwiesen hat - lockt das engagierte Organisationsteam doch mit seinem vielstimmigen Programm jährlich immer mehr Literatur- begeisterte an. Magdalena Kauz: "Einmal im Jahr wird Hall ein zentraler Ort, an dem man einander trifft, Gedanken austauscht und Teil einer Literaturfamilie sein kann. Mittlerweile nutzen rund 3.200 Besucherinnen und Besucher an drei Festivaltagen dieses Angebot." Die Lesungen finden in verschiedenen Sälen und auch auf der Terrasse des stylishen Parkhotels sowie im Kurhaus statt und sind so programmiert, dass das Publikum sich frei zwischen den Lesungen bewegen und jeden Autor mindestens einmal hören kann. Februar 2012 | Bank exklusiv plus

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Bank Austria Kunstpreis 2011 Das Organisationsteam: Heinz D. Heisl, magdalena kauz, urs Heinz aerni, Valerie Besl, elias schneitter, max Hafele (v.l.) "Wir wählen die einzuladenden Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus und lassen uns dabei von unserer persönlichen Leseerfahrung leiten", beschreibt Elias Schneitter die literarische Gewichtung des Kuratorenteams. "Bei Sprachsalz findet kein Wettlesen statt, es gibt keine Themenschwerpunkte, von Bestsellerpräsentationen und der Großverlagsbedienung halten wir uns fern - was nicht heißt, dass die bei uns lesenden Autorinnen und Autoren mitunter nicht auch größte Aufmerksamkeit im Feuilleton und also einen gewissen Bestsellerstatus genießen." So standen von 2003 bis 2011 klingende Namen wie die Literaturpreisträgerinnen und -preisträger Herta Müller, Kenzaburo Oe, Alex Capus, Franzobel, Sabine Gruber, Arnon Grünberg/Marek van der Jagt, Georg Kreisler & Barbara Peters, Colum McCann, Claudio Magris, Felix Mitterer, Gerhard Rühm & Monika Lichtenfeld, Gerhard Ruiss, Robert Schindel, Raoul Schrott ebenso auf dem Programm wie Ilija Trojanow, Ruth Weiss, Josef Winkler und im Vorjahr Urs Allemann, Maketa Groves, Norbert Gstrein, Irene Prugger, Gerald Stern oder Katrin de Vries, um nur einige zu nennen. Balance zwischen internationalen Größen und heimischen autorinnen und autoren "Dabei ist es uns wichtig", betont Urs Heinz Aerni, "die Balance zwischen internationalen Größen der Literatur und heimischen Autorinnen und Autoren zu halten. So ist es etwa Tradition, dass ein Tiroler Autor, eine Tiroler Autorin den Lesereigen eröffnet: Die Bedeutung des regionalen literarischen Schaffens fand bei Sprachsalz von Anfang Wer was wohin? Luftsprünge und Zukunftsvision: drei Fragen an magdalena kauz, eine der Organisatorinnen des Festivals. Wie sind Sie auf den Bank Austria Kunstpreis aufmerksam geworden? Was ist das Besondere daran für Sie? Unser Sponsoring-Mann Max Hafele hat vorgeschlagen, dass wir uns bewerben. Das Besondere daran ist für uns, dass es einerseits sehr wenige Preise für Veranstaltungen gibt (und dazu noch so namhafte und gut dotierte) und dass andererseits durch das aufwändige Bewerbungsverfahren die Möglichkeit besteht, zu belegen und auszuweisen, was wir in den letzten Jahren erarbeitet haben. Was war Ihre erste Reaktion, als Sie vom Gewinn erfahren haben? Der eine vollführte Luftsprünge, der andere musste sich niedersetzen. Wir waren hoch erfreut, diese Auszeichnung zu bekommen. Wofür wollen Sie das Preisgeld verwenden und was ist Ihre Zukunftsvision? Der Preis kommt zum idealen Zeitpunkt: Wir feiern 2012 das Zehn-Jahres-Jubiläum und haben ein paar besondere Dinge vor, für die wir das Geld gut brauchen können: so etwa Literaturworkshops für Kinder und Erwachsene im Rahmen des Festivals. Zudem wird es für uns der stets ersehnte "kleine Polster" sein. Die Bank Austria hilft uns somit, Sprachsalz als das österreichische Literatur-Festival zu erhalten, für das es seinen Namen und Ruf hat. Bank exklusiv plus | Februar 2012

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kenzaburo Oe Georg klein maketa Groves aus den "sprachsalz"-Gästebüchern 2003 bis 2011 an ausreichend Raum." Von Irene Prugger und Norbert Gstrein über Raoul Schrott, Felix Mitterer und Erika Wimmer bis zu Sabine Gruber und Hans Aschenwald - sie alle begeisterten "hautnah ohrnah augenscheinlich" das Publikum in Tirol. Ein Publikum, das, zur Freude des Organisationsteams, übrigens auch aus ganz jungen Lesebegeisterten besteht. Heisl: "Die amerikanische Avantgarde, Beatpoeten wie Ed Sanders, Jack Hirschman und Ruth Weiss verstehen es, die Jugend zu faszinieren. Sprachsalz ist das einzige deutschsprachige Festival, das regelmäßig amerikanische Avantgarde auf die Lesebühne bringt." Im Weblog ( http://sprachsalz.twoday.net) werden bereits während des Festivals - nahezu rund um die Uhr - laufend Beiträge, Audiofiles und Kommentare zum Festival hochgeladen. Heuer findet Sprachsalz vom 14. bis 16. September statt und das Zehn-JahresJubiliäum soll mit besonderen Veranstaltungen gefeiert werden. Einige Sprachsalz-Lesungen werden in Hall und Umgebung über das Jahr verteilt stattfinden, um das Festival noch stärker in der Region zu verankern. n Kenzaburo Oe: "Ich bewundere Ihre schönen Werke." Herta Müller: "Liebes Sprachsalz, vielen Dank, es war mal wieder sehr schön in Hall." Ruth Weiss: Sprachsalz - Hall in Tirol sie ist der König des Berges er ist die Königin des Schlosses sie ist die Göttin des Herzschlags er ist das Salz der Erde. Sie trafen sich am Marktplatz Verbeugen sich gegenseitig Sie stehen auf Köpfen Ruhen auf ihren Kronen Auf den Kopf gestellte Narren Ihr Gleichgewicht von Tränen und Gelächter haltend Mit einer Prise Salz Sind sie die Stimme des Gedichts Sie sind die Stimme zwischen den Zeilen Für Elias, Magdalena, Heinz, Valerie und die anderen. Christoph Simon : "Wo das Salz zum Zucker wird" Georg Klein: "Das darf man woanders gar nicht sagen, wie schön es bei Euch ist, wie...die...Zeit... auf...der...Stelle...vibriert..." Gerhard Rühm und Monika Lichtenfeld: "Hall und Hall mit Widerhall schön wars hier in jedem Fall." Georg Kreisler: "Es stimmt schon. Schenkt man sich Rosen in Tirol ... Schön wars! Colum McCann: "Obwohl getrennt, sind wir zusammen gewesen. Blumen und Zigarettenstummel! Sehnsucht und Zugehörigkeitsgefühl! Schöne lange Nächte mit leeren Flaschen, voll." Michael Lentz: Tage mit Nachhall Und alle da in Hall. Und Gerhard hallt in bester Form Das will ich rühmen. Und das großartige Halltal Und das fünfzig Meter Freihall Und die hochhalligen Berge Haltet Einhall in Hall! Fazit: Es hallt dabei. Rühm ist ein Genie. Michael Lentz, mit hochhallendem Gruß an Magdalena & Heinz Maketa Groves: Sprachsalz singt, von Bergen umgeben! Danke für die so schöne Zeit und die Gelegenheit, mein Werk mit einem neuen Publikum zu teilen. Februar 2012 | Bank exklusiv plus

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Bank Austria Kunstpreis 2011 Bank exklusiv plus | Februar 2012 © xxxxxxxxxxxx

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Bank austrIa kunstpreIs - kunstVermIttLunG Fragen der Zeit im kritischen Diskurs AUSEINANDERSETZUNG. Der Kunstraum Lakeside - angesiedelt im Lakeside Science & Technology Park in der Nähe der Universität Klagenfurt - versteht sich als Ort der Produktion und Präsentation zeitgenössischer Kunst, der eine kritische Diskussion gesellschaftsrelevanter Aspekte der Ökonomie anregen möchte. Im Spannungsfeld wirtschaftlicher, wissenschaftlicher und kultureller Forschungen, Praktiken und Diskursformen hat Lakeside sich die Vermittlung und Konfrontation divergenter Perspektiven zum Ziel gesetzt. Dafür erhielt es den Bank Austria Kunstpreis 2011 in der Kategorie Kunstvermittlung. edwig Saxenhuber und Christian Kravagna, Kuratoren des Kunstraums Lakeside: "Die Programmierung des Kunstraums Lakeside erfolgt semesterweise und orientiert sich dabei an der universitären Praxis bzw. der Kooperation des Kunstraums mit Klagenfurter Universitätsinstituten. Ausgehend von den Parametern des Nutzungsprofils von Lakeside - Wirtschaft, Technologie, Forschung - sowie dessen räumlichen Koordinaten (Region abseits großer Zentren, zugleich überregionale Vernetzung, Nähe zur Universität) ergibt sich ein Komplex von Fragestellungen, der die Bedingungen von Arbeit, Ökonomie, Wissensproduktion und Kommunikation in den Spannungsverhältnissen von lokalen und globalen, physischen und virtuellen Räumen betrifft und ihre Potenziale wie auch ihre Schattenseiten anspricht." Durch Ausstellungen, öffentliche Kunstprojekte, Filmabende, Vorträge, Diskussionen und Publikationen sowie Kooperationen mit einzelnen Instituten der Universität arbeitet der Kunstraum an einer transdisziplinären Auseinandersetzung mit Fragen der Zeit und will diese spartenübergreifend in der Öffentlichkeit verankern. auseinandersetzung mit "brennenden" regionalen themen Ein zukunftsweisendes Projekt für den Kunstraum Lakeside ist "Die andere Seite" (benannt nach dem vor über hundert Jahren erschienenen utopischen Roman von Alfred Kubin): Es ist ein Recherche- und Ausstellungsprojekt, das das Bild eines "anderen Kärntens" zeichnen und in das Bewusstsein der Menschen rücken möchte - eines Kärntens abseits seines schlechten Images als politisch reaktionäres, geistig provinzielles und kulturell konservatives Bundesland. In diesem Kooperationsprojekt des Februar 2012 | Bank exklusiv plus © Johannes Puch (4)

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Bank Austria Kunstpreis 2011 Kunstraums Lakeside mit dem Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Universität Klagenfurt werden Studierende im Rahmen einer Lehrveranstaltung mit Beteiligung der Kunstraum-Kuratoren in öffentlichen und privaten Archiven zu ausgewählten Ereignissen in der alternativen Geschichte Kärntens recherchieren, Material und Medienberichte zu den entsprechenden Ereignissen sammeln und mit Wer was wieso? stärkere regionale und internationale Vernetzung: drei Fragen an Hedwig saxenhuber und Christian kravagna, kuratoren des kunstraums Lakeside Wie sind Sie auf den Bank Austria Kunstpreis aufmerksam geworden? Was ist das Besondere daran für Sie? Der Bank Austria Kunstpreis hat sich schon in der Kunstszene herumgesprochen. Das Besondere daran ist, offen gesagt, dass man auch als kleine Kunsteinrichtung die Chance hat, auf einen Schlag das immer knappe Budget aufzubessern. Was war Ihre erste Reaktion, als Sie vom Gewinn erfahren haben? Wow, der verdiente Preis!!! Nachdem wir im Vorjahr den Maecenas Ö1-Publikumspreis erhalten haben, waren wir schon etwas unbescheiden und haben die Möglichkeit des Sieges ins Kalkül gezogen. Als wir es dann erfahren haben, war die Freude sehr, sehr groß. Wofür wollen Sie das Preisgeld verwenden und was ist Ihre Zukunftsvision? Der Preis ist eine große Bestätigung nicht nur unserer Arbeit, sondern auch unserer Entscheidung im Herbst 2010, das Programm trotz einschneidender Budgetkürzungen auch mit knappen Mitteln weiterzuführen. Das Preisgeld wird zunächst einmal unsere Projekte des Jahres 2012 auf eine solide Basis stellen. Unsere Vision ist, das Programm weiterhin zu schärfen, zusätzliche Publikumssegmente zu erschließen und verstärkt mit Institutionen zu kooperieren, sowohl in der Region als auch international. Beteiligten sprechen. Im Mittelpunkt steht zu Beginn die Beschäftigung mit zwei Fallbeispielen zu wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Selbstorganisation aus den späten 1970er-Jahren: die Gründung der Kooperative Longo maï bei Eisenkappel im Jahr 1977 sowie die legendäre Besetzung eines Hauses in der Klagenfurter Reitschulgasse im Jahr 1979 mit dem Ziel der Gründung eines selbst verwalteten Kultur- und Kommunikationszentrums. Basierend auf diesen Ereignissen mit ihren unterschiedlichen Entwicklungen soll die Verbindung zu anderen konkreten Geschichten und ihren medialen und politischen Diskussionen hergestellt werden. Saxenhuber und Kravagna: "Die Ergebnisse dieses Forschungsprojekts werden in Form einer Ausstellung präsentiert. Wir setzen mit diesem Projekt eine Programmatik fort, die wir in den letzten Jahren unter anderem mit der Diskussionsveranstaltung ,Raum schaffen' und dem Filmprojekt ,Representing Saualm' als ernsthafte und kritische Auseinandersetzung mit brennenden regionalen Themen begonnen haben und in der sich die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Instituten der Universität Klagenfurt als äußerst fruchtbar erwiesen hat." n Bank exklusiv plus | Februar 2012

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Bank Austria Kunstpreis 2011 © Doblinger (2) Wer was warum? Vom "außenseiter" zum glücklichen Gewinner: drei Fragen an peter pany, CeO des musikverlags Doblinger Wie sind Sie auf den Bank Austria Kunstpreis aufmerksam geworden? Was ist das Besondere daran für Sie? Durch ein Inserat in einer Tageszeitung. Ich war beeindruckt, dass in Österreich ein so deutliches Signal für die Kunstförderung gesetzt wird. Was war Ihre erste Reaktion, als Sie vom Gewinn erfahren haben? Wir hofften, dass wir es mit unserer Einreichung in eine engere Auswahl geschafft haben könnten, da wir aufgefordert wurden, Unterlagen nachzureichen. Das war für uns eigentlich schon eine große Sache, denn wir sahen uns selbst eher als Außenseiter für diesen bedeutenden Kunstpreis. Als ich die Nachricht über den Gewinn erhielt, informierte ich sofort persönlich unser ganzes Verlagsteam. Wir sind alle mächtig stolz. Was für ein Freudentag! Wofür wollen Sie das Preisgeld verwenden und was ist Ihre Zukunftsvision? Wir sind ja selbst ein Kunstförderungsbetrieb, deswegen bedeutet der Preis für uns vor allem Anerkennung und Motivation. Das Geld werden wir für außergewöhnliche Werbeprojekte verwenden, die jungen österreichischen Komponistinnen und Komponisten zugute kommen sollen - vor allem hinsichtlich ihrer Internationalisierung. Die Zukunftsvision wäre, dass geistiges Eigentum in der digitalisierten Welt geschützt bleibt, dass den Musikerinnen und Musikern gedruckte Notenausgaben weiterhin viel bedeuten und dass trotz aller Sparvorgaben Kunstförderung betrieben wird! peter pany mit seinem Vater Helmuth pany (v.l.) © Doblinger/R. Publig

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© Doblinger/R. Publig traditionsreicher Verlag - junge musik: Gerald resch, Fay Wang und Johannes Berauer (v.l.) Bank austrIa kunstpreIs - InternatIOnaL Im klangpunkt MUSIKVERLAG. Man nehme eine große Menge Engagement sowie Liebe zur Musik und vermische dies mit einem Übermaß an Enthusiasmus, Idealismus und hoher Qualität. Was dabei herauskommt? Der Musikverlag Doblinger, der als einer der letzten eigenständigen Notenverlage seit 135 Jahren junge heimische Komponistinnen und Komponisten fördert. as "tontragende" Projekt "Doblinger Jahresneuproduktion 2011", das Österreichs Position als bedeutende Musiknation weltweit stärkt, wurde, neben BLACK SEA CALLING, mit dem Bank Austria Kunstpreis - International ausgezeichnet. Peter Pany, CEO des Musikverlags Doblinger, eines Familienbetriebs in der fünften Generation: "Wir verstehen uns als Kulturunternehmen, das seine Erträge in die jeweils nächste neue Jahresproduktion investiert. Damit schaffen wir Einkünfte für österreichische Komponistinnen und Komponisten und somit auch Grundlagen für neue Musik." Erst kürzlich wurden zehn junge Künstlerinnen und Künstler (davon sieben in Österreich), wie Sebastian Bahr, Paul Gallister, Tomas Skweres, Fay Wang oder das Apollon Musagete Quartett, mit neuen E-Musikwerken unter Vertrag genommen. Pany: "Das junge österreichische KomponistenKollektiv und Streichquartett Apollon Musagete Quartett etwa erscheint uns als besonders förderungswürdig." Zudem hat der Musikverlag Doblinger Kooperationen mit Kompositionswettbewerben wie dem Internationalen Joseph Haydn Kammermusik Wettbewerb und dem Gustav Mahler Kompositionswettbewerb abgeschlossen und zugesagt, die Siegerwerke zu publizieren. Pany abschließend: "Damit sichern wir den Siegerinnen und Siegern neben dem jeweiligen WettbewerbsPreisgeld vor allem die internationale Verbreitung und ermöglichen weitere Aufführungen." n Februar 2012 | Bank exklusiv plus © Doblinger/R. Publig © Georg Lembergh

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Bank Austria Kunstpreis 2011 Ilgen arzik, "Contingent", mixed media on paper, 2011 Wer was wofür? "Der besondere push für unser projekt" - drei Fragen an margarethe makovec, Geschäftsführerin des Vereins < rotor > Wie sind Sie auf den Bank Austria Kunstpreis aufmerksam geworden? Was ist das Besondere daran für Sie? Wir sind über ein Inserat in einer österreichischen Tageszeitung auf den Bank Austria Kunstpreis aufmerksam geworden. Das Besondere an diesem Preis ist, dass ein laufendes Projekt ausgezeichnet wird. Das ist sehr innovativ und kann unserer Initiative einen Push geben. Was war Ihre erste Reaktion, als Sie vom Gewinn erfahren haben? Wir haben uns sehr über die Zuerkennung des Preises gefreut, besonders auch, weil der Entscheidung ein mehrstufiges Auswahlverfahren zugrunde gelegen ist und wir gemerkt haben, mit welcher Ernsthaftigkeit die Jury vorgeht. Wofür wollen Sie das Preisgeld verwenden und was ist Ihre Zukunftsvision? Das Preisgeld wird für die nachhaltige Umsetzung von BLACK SEA CALLING verwendet und insbesondere den jungen Künstlerinnen und Künstlern zugute kommen, weil es für die Produktion neuer Kunstwerke eingesetzt wird. Weiters fließt ein Teil des Geldes in die Ausstellungstour, die anschließend an die Gast-Aufenthalte "on tour" gehen wird. Unser großer Wunsch für die Zukunft wäre, dieses Austauschprogramm für Gastkünstlerinnen und -künstler in den nächsten Jahren fortsetzen zu können und die damit einhergehenden Kontakte und Netzwerke weiter auszubauen. © Christian Bretter/Kurt Rudolf

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Insgesamt sind 18 junge künstlerinnen und künstler aus Österreich sowie aus armenien, aserbaidschan, Bulgarien, Georgien, moldawien, rumänien, russland, der türkei und der ukraine an diesem austauschprogramm beteiligt: katharina Lackner, "flying home", Video, 2009 michael Hieslmair | michael Zinganel, "DrIVeWaY transIt eXIt. alltag im Labyrinth. ein Beitrag für B1|a40 Die schönheit der großen straße", Wegenetz- und audioinstallation zu migration und mobilität, ruhr 2010 Bank austrIa kunstpreIs - InternatIOnaL künstlerische kreuzungspunkte ARTISTS IN RESIDENCE. Wenn der Ruf des Schwarzen Meeres ertönt, sollten Künstlerinnen und Künstler ihm folgen: Mit dem Projekt BLACK SEA CALLING werden zwei Räume aufs "Kunstvollste" miteinander verwoben. Neun jungen heimischen Künstlerinnen und Künstlern wird ein Arbeitsaufenthalt in neun Ländern rund ums Schwarze Meer ermöglicht - vice versa werden neun junge Menschen aus diesen Ländern künstlerisch gestaltend in Österreich tätig sein. Dabei entstehen 18 Kunstwerke, die "auf Tour" gehen. Damit gewann BLACK SEA CALLING den Bank Austria Kunstpreis in der Kategorie International. LACK SEA CALLING ist ein Projekt von < rotor >, einem Verein für zeitgenössische Kunst mit Sitz in Graz, der 1999 von Margarethe Makovec und Anton Lederer gegründet wurde. Unterstützt wird die Initiative von der kulturpolitischen Sektion des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten. Margarethe Makovec, Geschäftsführerin von < rotor >: "Dieses Austauschprojekt richtet das Augenmerk nicht nur auf eine der bedeutendsten europäischen Entwicklungszonen, sondern auch auf einen geogra- fischen und kulturellen Kreuzungspunkt von besonderer Bedeutung. Hier verläuft die Außengrenze der Europäischen Union, Asien geht in Europa über, der Okzident berührt den Orient." Junge engagierte österreichische Künstlerinnen und Künstler erhalten hierbei die Chance, in Ländern im Südosten Europas zu arbeiten. "Dieses Projekt, das das künstlerische Schaffen aus dem SchwarzmeerRaum mit jenem aus Österreich verbindet, trägt zu einem besseren gegenseitigen Verständnis bei und stärkt die Position Öster- reichs als Kulturnation in dieser Region weiter", so Margarete Makovec. Summa summarum sind 14 Kulturinstitutionen, darunter NOMAD & c-u-m-a, Istanbul/Türkei; Art Today Association, Plovdiv/Bulgarien; GeoAIR, Tiflis/Georgien; [k:sak] - Center for Contemporary Art, Kischinau/Moldawien; United Artists Club, Baku/Aserbaidschan, sowie die Kunsthalle Exnergasse, Wien, die AIR Krems, das Atelierhaus Salzamt, Linz, < rotor > & Cultural City Network, Graz, sowie das Künstlerhaus Büchsenhausen in Innsbruck an dem Projekt beteiligt. n Februar 2012 | Bank exklusiv plus

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Bank Austria Kunstpreis 2011 Ein vielstimmiger Lebenslauf Dr. Irene suchy Irene Suchy, geboren in Wien, lebt und arbeitet rund um Musik, angetrieben von der Wertschätzung für einen schönen Ton: als Präsentatorin und Dramaturgin. Sie ist Gestalterin der Sendungen "Pasticcio", "Journal Panorama", "Hörbilder", "Tonspuren", "Zeitton", "Spielräume" und "Ö1 bis 2". Seit 2006 ist sie Producerin von "Apropos Musik - das Magazin". Sie ist Präsentatorin und Dramaturgin im Radiokulturhaus in Konzert-Kooperationen mit der Österreichischen Nationalbank, der Wiener Wirtschaftskammer, der Bank Austria, mit Bösendorfer, dem Außenministerium und anderen Partnern. Als Ausstellungsmacherin kuratierte sie eine Zykan-Installation für den Klangturm St. Pölten 2008 und mit Evelyne Polt-Heinzl die Ausstellung "Staatsoperetten. Kunstverstörungen. Das kulturelle Klima der 1970er-Jahre" 2010 im Literaturhaus Wien. Sie wurde 2001 mit dem Maecenas Anerkennungspreis und 2010 mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet, im Jahr 2006 ausgewählt für den Kino-Imagespot der mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Nach dem Motto "Förderung gehört zum guten Ton" ist sie Mitbegründerin des Vereins mäzenatentum.at, der sich für die gesellschaftspolitische Sichtbarkeit von Kompositionsaufträgen einsetzt. Sie publizierte Bücher zu Paul Wittgenstein (2006), Friedrich Gulda (2010) und Otto M. Zykan (2008), in Kürze erscheint im Metro Verlag Wien "Strasshof an der Nordbahn - die NS-Geschichte eines Orts und ihre Aufarbeitung". © Fotoila Bank exklusiv plus | Februar 2012 © ORF/Cizek

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"Begabung ist sehnsucht" meinte Irene suchys partner, Otto m. Zykan (Bild mitte). und Begabungen hat Irene suchy viele: moderieren (Bild rechts), schreiben (BIld links, mit Verleger peter strobl und Bundesministerin Claudia schmied), ausstellungen organisieren, junge musik fördern, lehren. FACETTENREICH. Die Musik ist ihre Leidenschaft - und bestimmt ihr Leben. Was sie antreibt, was sie prägt, ist die Sehnsucht. "Sie macht uns größer, sie spannt uns weit", schreibt sie. Sie ist fröhlich, nachdenklich und enthusiastisch. Das große Glück in ihrem Leben war ihr Partner, der Komponist Otto M. Zykan: Sein Tod 2006 bedeutete nicht nur Schmerz, sondern Fassungslosigkeit. Unverständnis, "weil dieser Tod so ewig ist". Trotzdem und seither: Sie will noch so viele Ideen umsetzen, so viel bewegen. Irene Suchy, Ö1-Moderatorin, Journalistin und Preisträgerin des Bank Austria Kunstpreises in der Kategorie Kulturjournalismus. ehnsucht ist mehr als Neugierde", sagt Irene Suchy, "sie ist ein umfassender Begriff, der signalisiert, dass wir nach etwas verlangen, was uns gut tut." Otto M. Zykan meinte: "Begabung ist Sehnsucht." Und Begabungen hat Irene Suchy, deren Arbeit immer zwischen den Disziplinen Musik und Literatur angesiedelt ist, viele: moderieren, schreiben, Ausstellungen organisieren, junge Musik fördern, lehren. "Ich merke (mir) immer das, was ich (mir) nicht merken soll", meint Irene Suchy - ihr Motto, das sie auch auf ihrer Homepage stehen hat. Und meint damit ihr Gespür für Themen, die noch kein Thema sind, aber eines werden könnten. So ist sie auch auf den Stoff ihres Buches "Strasshof bewegt sich" gestoßen. "Ich wollte die düstere Geschichte dieses kleinen Ortes nachzeichnen: Im Zweiten Weltkrieg befanden sich hier sieben Konzentrationslager, in die mehr als 30.000 Menschen deportiert wurden." Die Geschichte eines Ortes, in der zuletzt auch "die traurige Causa Natascha Kampusch möglich wurde". Dass sie den Bank Austria Kunstpreis für den Bereich Kulturjournalismus erhalten hat, kam für sie sehr überraschend. "Guter Kulturjournalismus setzt gerade im Bereich der Musik voraus", betont sie, "Kriterien zu finden für das, was die Welt der schönen Töne qualitätsvoll macht. Man muss künstlerisch adäquat denken, wenn man Musik beurteilen, beschreiben will, wissen, wie viel Arbeit dahinter steckt, muss ein Werk eingebettet in die Welt des Künstlers sehen." Nicht zuletzt plädiert Irene Suchy dafür, dass neue Musik öfter bei offiziellen Anlässen wie Festakten und EU-Konzerten gespielt wird: "Die Wertschöpfung aus neuer Musik wäre ein Geschenk. Wir lassen hier einen Musikzweig brachliegen, der ein enormes Potenzial hätte." n Februar 2012 | Bank exklusiv plus © Irene Suchy (3)

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Die Vorjahressieger Bank exklusiv plus | Februar 2012 © Hanspeter Schiess KUNSTPREIS 2010. Töne, die gegen das Verstummen erklingen, ein Museum, das Frauengeschichte(n) erzählt, Musik zum Anfassen und Ausprobieren und Peter Paul Rubens' berühmtes Gemälde "Das Pelzchen", das in einer bildgewaltigen Sprache zum Leben erwacht: Mit exil.arte, dem Frauenmuseum in Hittisau, GANYMED BOARDING und den KLANGSPUREN MOBIL wurden im Vorjahr - neben dem Kulturjournalisten Frido Hütter - vier engagierte Projekte mit dem 2010 erstmals ausgeschriebenen Bank Austria Kunstpreis ausgezeichnet. Welche Wege beschreiten die Vorjahressieger? Und wie sind sie mit dem kulturellen Leben der Bank Austria verwoben? - Ein Lokalaugenschein. Frauenmuseum Hittisau - offene türen für Frauen und Frauengeschichte(n) Das Frauenmuseum in Hittisau im Bregenzerwald hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Kulturschaffen von Frauen und Frauengeschichte(n) zu dokumentieren. Das ambitionierte Projekt wurde zum Gewinner des Bank Austria Kunstpreises 2010 - Regional gekürt. Katja Erlach, Head of Events & Sponsoring der Bank Austria: "Das Frauenmuseum hat anlässlich des UniCredit Art Day am 24. 10. 2011 seine Türen kostenlos für alle Bank Austria Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geöffnet." Ein "kunstvolles" Abenteuer bot die Bank Austria im Juni 2011 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des SOS-Kinderdorfes in Dornbirn und lud sie zu einer Führung ein (Bild oben). Informationen über das aktuelle Ausstellungsprogramm, "Feste. Kämpfe. 100 Jahre Frauentag" und "Grrrl Zines. Do it yourself!", findet man unter www.frauenmuseum.at. exil.arte - Was wieder gehört wird: "Verstummte stimmen - Geächtete musik" Ziel von exil.arte ist es, den Reichtum des musikalischen Erbes der von den Nationalsozialisten Vertriebenen und Verfemten aufzuzeigen. Mit diesem Projekt "gegen das Verstummen" erhielt exil.arte den Bank Austria Kunstpreis 2010 - International. In jüngster Vergangenheit hat sich exil.arte der Musik des in Prag geborenen Komponisten Erwin Schulhoff (1894-1942) gewidmet, der in den 1920er-Jahren als anerkannter Komponist galt. "Mithilfe des Bank Austria Kunstpreises", so Katja Erlach, "war es möglich, die Konzertreihe ,Verstummte Stimmen - Geächtete Musik' fortzuführen." Eine der Aufführungen fand im November 2011 in Prag statt (siehe Bilder), eine weitere steht am 28. November 2012 im Wiener Musikverein auf dem Programm. Zudem ist die Aufnahme einer CD mit dem English Chamber Orchestra in London geplant.

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kLanGspuren mOBIL: die richtigen spuren zu einer reise durch die Welt der Instrumente Wie kann ein Ton verändert werden? Wer hat schon einmal in ein Waldhorn geblasen? Ein Kleinbus, voll beladen mit Instrumenten eines Symphonieorchesters und begleitet von Musik- und Kunstpädagogen, fährt zu Schulen, Kindergärten und sozialen Einrichtungen in Tirol: Nach dem Motto "Alles angreifen, alles ausprobieren" wird die Begeisterung der Kinder für Musik geweckt. Das innovative Projekt KLANGSPUREN MOBIL des Kulturvereins KLANGSPUREN Schwaz erhielt - gemeinsam mit GANYMED BOARDING - den Bank Austria Kunstpreis 2010 in der Kategorie Kunstvermittlung. Beim Working Family Day 2011 für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank Austria in Wien und Tirol legten die KLANGSPUREN MOBIL die richtigen Spuren und luden dort alle Kinder zu einer fesselnden Reise durch die Welt der Instrumente ein. GanYmeD BOarDInG - Was nestrOY und peter paul rubens gefällt Berühmte Bilder, wie der "Turmbau zu Babel" (Pieter Breugel d. Ä.) oder Peter Paul Rubens' "Das Pelzchen", erzählen packende Geschichten, geschrieben von hochkarätigen Autorinnen und Autoren. Das Projekt GANYMED BOARDING (Bild unten) erweckte Gemälde zu neuem Leben und wurde mit dem Bank Austria Kunstpreis 2010 in der Kategorie Kunstvermittlung ausgezeichnet. Das Ensemble "Wenn es so weit ist" um Jacqueline Kornmüller und Peter Wolf kam mit diesem Projekt zu weiteren Ehren und gewann 2011 den Theaterpreis NESTROY, der seit 2010 von der Bank Austria unterstützt wird, für die beste Off-Produktion. In Kooperation mit dem Volkstheater begab sich das Ensemble im Herbst 2011 auf "Die Reise", bei der Migrantinnen und Migranten ihre bewegenden, anrührenden Schicksale erzählten (Bild oben). © Helmut Wimmer "kompetent, wach, neugierig, schnell und flexibel!" So charakterisierte Edelfeder Frido Hütter, Ressortleiter für Kultur und Medien sowie Mitglied der Chefredaktion der "Kleinen Zeitung", den vorbildlichen Kulturjournalisten. Kriterien, die er selbst erfüllt, wurde er doch mit dem Bank Austria Kunstpreis 2010 - Kulturjournalismus ausgezeichnet (Bild oben, mit dem Vorstandsvorsitzenden der Bank Austria, Willibald Cernko). © KLANGSPUREN/Gerhard Berger © Gustavo Allidi Bernasconi "Die siegerprojekte des Bank austria kunstpreises 2010 setzen ihren erfolgreichen Weg weiter fort - und wir freuen uns, sie dabei begleiten zu dürfen." katja erlach, Head of events & sponsoring der Bank austria © Fotoila Februar 2012 | Bank exklusiv plus © Brigitte Gradwohl

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8 Fernando Botero",Ballerina an der stange", 2001, Öl auf Leinwand, 164 x 116 cm 1 2 Iwan konstantinowitsch aiwasowski, "sinope. Die nacht nach der schlacht am 18. november 1853", 1854, Öl auf Leinwand, 220 x 331 cm 3 4 Valie export, "Body sign B", 1970 Frida kahlo, "selbstbildnis mit affen", 1943, Öl auf Leinwand, 81,5 x 63 cm 5 sammlung FOtOGraFIs: Fotografie von Diane arbus 6 Herbert Brandl "Ohne titel", 1983, Öl auf Leinwand, 100 x 50 cm 7 8 9 10 Gabi trinkaus, "sI", 2006 Hermann nitsch, "schüttbild", 1986 maria Lassnig, "Drei Figuren", 1973 Oswald Oberhuber, "explosion", 1949

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Premiumpartnerschaften "Der kuss" der schönheit: Gustav klimts Zeichnungen in der albertina Anlässlich des 150. Geburtstages von Gustav Klimt am 14. Juli 2012 würdigt die Albertina den "Erfinder des Jugendstils" in einer großen Ausstellung: "Gustav Klimt. Die Zeichnungen" zeigt von 14. März bis 10. Juni 2012 einen Großteil der 170 Blätter aus eigenem Bestand, ergänzt durch ausgewählte Leihgaben. Ob subtile Figurenstudien oder präzise ausgeführte Allegorien: In diesen Werken des Künstlers aus allen seinen Arbeitsphasen offenbart sich sein einzigartiges zeichnerisches Talent. Mit rund einer Million Kunstwerken deckt die Wiener Albertina, weltweit eines der renommiertesten Museen, über sechs Jahrhunderte Kunstgeschichte ab. Willibald Cernko: "Im Rahmen unserer Kooperation mit der Albertina sind wir pro Jahr ,Presenter' einer großen und außergewöhnlichen Ausstellung - im Vorjahr ,Der blaue Reiter', heuer ,Gustav Klimt. Die Zeichnungen'." PREMIUMPARTNERSCHAFTEN. Von der Albertina über das Theater in der Josefstadt, vom Bank Austria Kunstforum über den NESTROY-Theaterpreis bis zum Wiener Musikverein: "Mit unseren Premiumpartnerschaften setzen wir als bekanntester und erfolgreichster Kulturförderer im österreichischen Bankensektor auf ,Trade Marks' der heimischen Kulturszene, auf etablierte Institutionen mit internationalem Renommee", so Willibald Cernko, Vorstandsvorsitzender der Bank Austria. Bank exklusiv plus | Februar 2012 © Albertina, Wien (3)

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so ein theater: frischer Wind beim theater-preis nestrOY Seit dem Jahr 2010 unterstützt die Bank Austria den NESTROY, den bedeutendsten österreichischen Theaterpreis, und sorgte im Vorjahr dabei für frischen Wind: So gab es mehr Nominierungen in den Hauptkategorien "Beste Schauspielerin", "Bester Schauspieler", "Beste Nebenrolle" und beim Off-Theater sowie erstmals einen Bundesländer-NESTROY. "GANYMED BOARDING", einer der Gewinner des Bank Austria Kunstpreises 2010, hat übrigens heuer den Theaterpreis NESTROY für die beste Off-Produktion erhalten. Weitere Sieger waren Peter Turrini (Lebenswerk), Peter Handke (Autorenpreis), Franziska Hackl (Bester Nachwuchs, Bild oben), Max Meyer (Bester Schauspieler, Bild unten) und Sarah Viktoria Frick (Beste Schauspielerin). "endlich schluss"? "einmal noch!" - das theater in der Josefstadt oder "eines langen tages reise in die nacht" "Der Herr Karl" (Helmut Qualtinger und Carl Merz) fühlt sich dort ebenso wohl wie "Ralph und Carol" (Joe DiPietro). Und wo sonst könnte "Amadeus" (Peter Shaffer) mit "Ein(em) Klotz am Bein" (Georges Feydeau) zu "Eines langen Tages Reise in die Nacht" (Eugene O'Neill) aufbrechen und vielleicht einen "Jackpot" (Réjane Desvignes) machen? Alle diese Stücke stehen neben Premieren wie "Endlich Schluss" (Peter Turrini) oder "John Gabriel Borkman" (Henrik Ibsen) bis Sommer 2012 auf dem Programm des Theaters in der Josefstadt bzw. der Kammerspiele (Bild oben: "Ein Klotz am Bein"). Die "spielerische" Zusammenarbeit der Bank Austria mit dem im Jahr 1788 gegründeten Theater in der Josefstadt hat eine sehr lange Tradition und reicht bis in die Zeit der Länderbank, eines ihrer Vorgängerinstitute, zurück. "Mit dieser Kooperation", so Willibald Cernko, "fördern wir nicht nur das älteste noch bespielte Theater Wiens, sondern eine der führenden Sprechbühnen im deutschsprachigen Raum. Auch der Bank Austria Kunstpreis wird in den Räumen dieses traditionsreichen Hauses verliehen." Für frische Theaterluft sorgt die 2008 eröffnete Probebühne, die der Uraufführung von neuen Theaterstücken, teilweise auch Auftragswerken, dient und Partner der Ö1-Talentebörse geworden ist (siehe S. 26/27). © Erich Reismann klingende, taktvolle Harmonie: der Wiener musikverein Nicht nur wegen seiner opulenten goldenen Schönheit zieht der Große Saal des Wiener Musikvereins Ströme von Musikfreunden in seinen Bann - und lockt beim Neujahrskonzert Millionen von Menschen in aller Welt vor den Bildschirm. Er zählt auch wegen seiner beeindruckenden Akustik zu einem der weltweit berühmtesten Konzertsäle. Mit der Ausweitung ihres Sponsorings des Wiener Musikvereins fördert die Bank Austria den glänzenden musikalischen Gleichklang mit einem der weltweit wichtigsten Konzertveranstalter. "Als Premium-Partner des Wiener Musikvereins sponsern wir pro Saison fünf Konzerte mit Top-Orchestern und renommierten Dirigenten. Gemeinsam unterstützen wir zudem die Meisterklasse Trenta (siehe S. 26/27). Der Musikverein stellt jedes Jahr den besten Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Meisterklasse den Brahms-Saal für ein Konzert zur Verfügung", betont Willibald Cernko. Februar 2012 | Bank exklusiv plus © MUSIKVEREIN (2)

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Junge Talente TALENTE. Ob meisterhafte Töne von hochtalentierten Musikerinnen und Musikern, magische Sternstunden der Literatur oder "bild"-schöne innovative Kunst: "Die Bank Austria konzentriert sich schon lange auf die Förderung junger Künstlerinnen und Künstler, weil das für uns die nachhaltigste Form ist, das kulturelle Leben in Österreich, aber auch in Zentralund Osteuropa zu fördern", betont Anton Kolarik, Leiter Identity & Communications der Bank Austria. sinnlich-ironische Bild-sprache: susanna Flock, Gewinnerin des Ö1-talentestipendiums 2011 "Die Künstlerin Susanna Flock thematisiert Kunst als Kommunikationsmedium und setzt dabei in unterschiedlichen Medien das Motiv der Sprache ein. Sie verbindet in ihren Arbeiten systematische Betrachtungsweisen über Prozesse des Deutens und Verstehens mit sinnlich-ironischen Aspekten ...", so die Jury über die Arbeiten von Susanna Flock von der Kunstuniversität Linz. Die bisher in Österreich einzigartige Nachwuchs-Förderung wurde 2011 zum vierten Mal vergeben. Im Rahmen des Ö1-Talentestipendiums wird auch der Förderpreis der Karl-Anton-WolfStiftung verliehen: Er ging an Kristina Kornmüller, ebenfalls Kunstuniversität Linz, deren Arbeiten sich mit dem Spannungsfeld zwischen Realität und Fiktion befassen. Mit dem Sponsoring der Ö1-Talentebörse ermöglicht die Bank Austria Studierenden an den österreichischen Kunsthochschulen, ins Rampenlicht zu treten: im Radio, in den Ö1-Publikationen und bei Ausstellungen. Ein wichtiger Bestandteil ist das mit 10.000 Euro dotierte Stipendium der Bank Austria, das es den Gewinnern ermöglicht, sich eine Zeitlang ihrer künstlerischen Tätigkeit zu widmen. simply the best! - musikforum trenta! Gemeinsam mit den Wiener Philharmonikern ermöglicht die Bank Austria jungen, hochtalentierten Musikerinnen und Musikern einen einwöchigen Meisterkurs im slowenischen Trenta, der längst als Kaderschmiede für eines der besten Orchester der Welt gilt: Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind schon heute Mitglieder der Staatsopernformation der Wiener Philharmoniker. Im Sommer 2011 fand der Kurs bereits zum zwölften Mal statt. Eine Kostprobe ihres einzigartigen Talents geben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer alljährlich im Wiener Musikverein. Auf literarische Weise verschafft die Buchreihe "Edition Zwei" - eine Initiative der Bank Austria mit Kulturkontakt Austria und dem Kärntner Wieser Verlag - dem europäischen Osten Gehör. Im Rahmen dieser Kooperation wird seit 2006 alle zwei Jahre der Bank Austria Literaris vergeben - mit 150.000 Euro der derzeit am höchsten dotierte Förderpreis für Literatur. Die "jüngsten" Preisträger waren Renate ?erelyte ("Blaubarts Kinder"), Ákos Fodor ("Gongklänge") sowie Boris Chersonskij ("Familienarchiv") . artist of the Year: Gruppenbild mit Dame - das mobilis saxophonquartett Die Saxophonvirtuosen Michael Krenn, Janez Ursej, Yukiko Iwata und Goran Jurkovic wurden 2011 zum "Bank Austria Artist of the Year" gekürt. Die internationale Besetzung mit ihren unterschiedlichen kulturellen Einflüssen spiegelt sich in einem breit gefächerten Repertoire des Quartetts wider. Seit 2006 zeichnet die Bank Austria junge Musikerinnen und Musiker mit diesem Preis aus. Sie erhalten neben zahlreichen Auftrittsmöglichkeiten eine CD-Produktion und ein professionelles Fotoshooting. Zu den Preisträgern zählten auch das Acies Quartett (2007) und Daniela Koch (2010). n stars from Cee: innovative Bilderwelten und Literatur vom Feinsten Ob Klebeband, Elektrokabel oder Staub und Asche: Der kroatische Künstler Igor E?kinja schafft mit einfachen Mitteln "Wahrnehmungs-Architektur" im Raum. Er ist einer jener jungen Kunstschaffenden, die bereits im "tresor" des Bank Austria Kunstforums ihre Werke präsentierten. Gemeinsam mit Kulturkontakt Austria zeigt die Bank Austria hier Arbeiten junger Künstlerinnen und Künstler aus Zentral- und Osteuropa - oft deren erste Einzelausstellungen. Bank exklusiv plus | Februar 2012

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© Julia Wesely 1 Bank austria Literaris, die preisgekrönten Werke 2010 2 musikforum trenta 2011, abschlusskonzert im Wiener musikverein 3 Bank austria artist of the Year 2011, mobilis saxophonquartett 4 Ö1-talentestipendium 2011, susanna Flock, siegerin in der sparte Bildende kunst 5 karl-anton-Wolf-Förderpreis 2011, Gewinnerin kristina kornmüller (mitte) mit anton kolarik, Leiter Identity & Communications der Bank austria, und Ö1-Chefin Bettina roither 6 "tresor" des Bank austria kunstforums 2011, Igor e?kinja: "project for unsuccessful gathering", 2009

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